Apothekenrating
 


Für einen großen Teil der deutschen Arztpraxen ist die Vorbereitung auf ein Rating Neuland. Für diese Arztpraxen bietet sich ein Rating-Advisory an. Ein Rating-Advisor lässt sich wohl am besten mit einem Unternehmensberater mit Schwerpunkt Rating vergleichen.


Wen betrifft Basel II?


Zunächst einmal betrifft Basel II die Banken, die ihre Risikomanagement-Systeme bis zum Inkrafttreten am 1.1.2007 auf den neuesten Stand bringen mussten. Diese Veränderungen seit dem 1.1.2007 manifestieren sich in folgenden drei Dimensionen:

1. Zielsystem und Strategie
2. Organisation und Prozesse
3. Kommunikation nach innen und außen

Alle drei Bereiche schlagen bis auf Kundenebene durch und beeinflussen daher auch das Geschäft mit den Apotheken, insbesondere die Finanzierungsseite. Das dazu genauer definierte Instrument ist das, auf den Kenntnissen und Fähigkeiten der Banken rund um die Beurteilung der Bonität ihrer Kunden beruhende interne zertifizierte Rating.


Wie kann ich mich auf die Konsequenzen vorbereiten?

Eine zentrale Rolle in der Kunde-Bank-Beziehung erhält seit 1.1.2007 die Informationspolitik. Zwischen dem Informationsbedürfnis der Bank und jenem der Apothekerin oder des Apothekers, besteht eine enge Wechselbeziehung. Beide benötigen fundierte Unterlagen um die zukünftige Entwicklung der Apotheke abschätzen zu können.

Die Apothekerin oder der Apotheker sollte daher als ersten Schritt beginnen, ihre oder seine Situation systematisch anhand eines Ratingkonzeptes zu analysieren und regelmäßig mit seinem Kundenbetreuer in der Bank zu besprechen. Der Aktualität der Unterlagen kommt seit dem 1.1.2007 noch mehr Bedeutung zu als vorher.


Rating-Advisory


Für einen großen Teil der deutschen Apotheken ist die Vorbereitung auf ein Rating Neuland. Für diese Apotheken bietet sich ein Rating-Advisory an. Ein Rating-Advisor lässt sich wohl am besten mit einem Unternehmensberater mit Schwerpunkt Rating vergleichen.

Ein Rating-Advisory bereitet systematisch auf das Rating vor. Bereits bei der Entscheidung für ein internes oder externes Rating kann diese Hilfe nützlich sein. Es unterstützt die Apotheke sowohl bei der Planung und Durchführung des Ratings (z.B. beim Zusammenstellen der notwendigen Dokumente) als auch bei der Umsetzung der Rating-Ergebnisse.

Der Einsatz eines Rating-Advisors für eine Apotheke wird seit dem 1.7.2008 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und der Europäischen Union im Rahmen einer öffentlich geförderten bewilligungspflichtigen Ratingberatung für kleine und mittlere Unternehmen gefördert. Die mit dem Rating verbundenen Kosten sind dadurch deutlich reduziert und können daher auch von kleineren Apotheken ohne weiteres aufgebracht werden.


Nutzen eines Ratings

Eine Apotheke kann in verschiedenen Bereichen einen Nutzen aus einem Rating ziehen. Ein gutes Rating kann sowohl Einfluss auf die Finanzierungskonditionen als auch auf das Image der Apotheke nehmen. Außerdem kann es einer Apotheke auch eine bessere Position beim Aushandeln von Konditionen verschaffen. Es kann zudem dabei helfen, alternative Finanzierungsquellen zu erschließen und Informationsdefizite zwischen den Geschäftspartnern abzubauen.

Ein gutes Ergebnis kann außerdem zur Kommunikation der Bonität einer Apotheke gegenüber

  • Lieferanten
  • Kunden
  • Kooperations-/ Geschäftspartnern
  • Mitarbeitern
  • Kapitalgebern

herangezogen werden. Zusätzlich kann es dazu eingesetzt werden, ein positives Image für die Apotheke in der Außendarstellung zu schaffen. Das Rating kann dabei zum Beispiel als eine Art Gütesiegel dienen. Auch bei der Schaffung neuer Geschäftsbeziehungen kann ein gutes Rating-Ergebnis als Werbung eingesetzt werden.

Die Ergebnisse eines Ratings zeigen außerdem Stärken und Schwächen einer Apotheke auf und können Verbesserungsansätze liefern.


 

 



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